Wie CBD mit Medikamenten reagieren kann
CBD ist cool, natürlich und beruhigend, aber Vorsicht vor Wechselwirkungen mit Medikamenten! Wenn es in Ihren Körper gelangt, kann es bei bestimmten Medikamenten zu Störungen kommen. Kein Grund zur Panik, Sie müssen nur verstehen, was in Ihrem Körper vor sich geht, bevor Sie Natur und Pharmazeutika miteinander kombinieren.
Was Sie sich merken sollten
- CBD kann den Stoffwechsel vieler Medikamente verlangsamen, indem es bestimmte Leberenzyme blockiert.
- Je nach Art des Moleküls kann dies die Wirkung Ihrer Behandlung verstärken oder abschwächen.
- Die goldene Regel: Vorsicht, ärztlicher Dialog und schrittweise Dosierung.
Warum CBD im Körper nicht neutral ist
CBD wird von der Leber metabolisiert, in einer Art internem Labor, wenn man so will, wo alle Moleküle genau untersucht werden, bevor sie ausgeschieden werden. All dies wird von hyperaktiven Enzymen gesteuert, die als CYP450-System bekannt sind.
Diese Enzyme sind in der gesamten Medizin zu finden. Sie wandeln insbesondere Medikamente um, machen sie aktiv, inaktiv oder scheiden sie aus. Aber manchmal mischt sich CBD in diesen Prozess ein. Es nutzt dann einige dieser Enzyme für sich selbst und verlangsamt dabei deren Arbeit.
Wenn Sie also ein Medikament einnehmen, das denselben Weg nimmt, kann CBD dessen Abbau verlangsamen. Das Medikament bleibt dann länger im Blut. Und länger bedeutet manchmal verstärkte oder unerwünschte Wirkungen.
Aktuelle Studien bestätigen diesen dosisabhängigen Effekt. Je mehr CBD konsumiert wird, desto größer ist also das Risiko von Wechselwirkungen, insbesondere mit Benzodiazepinen, Antiepileptika, Antidepressiva oder Immunsuppressiva.
Wenn CBD und Medikamente aufeinandertreffen: bekannte Wechselwirkungen
Bestimmte Kombinationen von CBD und Medikamenten sind unbedenklich. Es gibt jedoch auch bestimmte Kontraindikationen für CBD. So können andere Medikamente die Konzentration des Wirkstoffs im Blut auf unerwartete Werte ansteigen lassen.
Nehmen wir einige konkrete Beispiele aus klinischen Studien:
- Clobazam (Epilepsie): CBD erhöht die Menge des Wirkstoffs im Blut. Bei einigen Patienten musste die Dosis halbiert werden, um Nebenwirkungen zu vermeiden.
- Midazolam (Angstzustände, Schlaf): CBD verlangsamt dessen Abbau und verlängert so die sedierende Wirkung.
- Omeprazol (Sodbrennen): leichte, aber messbare Wechselwirkungen über CYP2C19.
- Warfarin (Gerinnungshemmer): potenziell schwerwiegende Wechselwirkung, da CBD die Fließfähigkeit des Blutes und den Leberstoffwechsel verändert.
Wie lassen sich Wechselwirkungsrisiken verringern?
Wir werden Ihnen nicht sagen, dass Sie mit CBD aufhören sollen, aber wir können Ihnen helfen,es sinnvoll einzusetzen, insbesondere wenn Sie bereits in ärztlicher Behandlung sind.
Hier sind die richtigen Reflexe:
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber. Ja, auch wenn es „natürlich” ist. Sie können die Risiken in Abhängigkeit von Ihren Medikamenten überprüfen.
- Beginnen Sie mit einer niedrigen Dosis und steigern Sie diese langsam. Der Körper braucht Zeit, um sein Gleichgewicht zu finden.
- Nehmen Sie die Dosen zeitlich versetzt ein. Wenn Sie Ihre Behandlung morgens einnehmen, nehmen Sie CBD abends ein (oder umgekehrt).
- Achten Sie auf Nebenwirkungen. Müdigkeit, Übelkeit, Schläfrigkeit, Verdauungsstörungen usw. Jede plötzliche Veränderung sollte Sie alarmieren.
- Entscheiden Sie sich für hochwertiges CBD. Zweifelsfreie Produkte haben keinen Platz: Bevorzugen Sie zertifizierte Produkte mit Laboranalysen und einem THC-Gehalt von weniger als 0,3 %.
Das Ziel ist es nicht, Ihnen Angst zu machen, sondern Ihnen mehr Kontrolle zu verschaffen. CBD ist keine Gefahr, aber es ist auch nicht harmlos.
Was die neuesten Studien sagen
Im Jahr 2024 wurden in mehreren Veröffentlichungen die Wechselwirkungen zwischen CBD und Medikamenten neu bewertet. Das Fazit lautet: Die Auswirkungen von Cannabidiol auf die Leberenzyme sind signifikant, variieren jedoch je nach Person und Dosierung.
Das bedeutet, dass dasselbe Produkt bei einer Person keine Wirkung zeigen kann, während es bei einer anderen Person eine messbare Wechselwirkung hervorruft. Alter, Geschlecht, Ernährung und sogar die Darmflora spielen dabei eine Rolle.
Studien zeigen auch, dass Vollspektrumprodukte diesen Effekt aufgrund der Synergie von Cannabinoiden und Terpenen, die ebenfalls die CYP beeinflussen, verstärken können.
Je wirksamer oder vollständiger das Produkt ist, desto größer ist also das Risiko einer Verlangsamung des Stoffwechsels, insbesondere bei hohen Tagesdosen (d. h. über 50 mg/Tag).